Eigentlich bereitet das Zündschloss beim Astra F und Astra G recht häufig bei Kälte und Hitze ärger. Mal geht der Schlüssel nicht rein, mal geht er nicht raus - oder das Lenkradschloss wird nicht richtig aktiviert (TÜV relevant). Daher wundert mich das so wenig dazu gefragt wird. Vielleicht ist es auch zu trivial und jeder macht eh bei Schloss Problemen, was ich hier beschreibe. Aber nun war es mal wieder bei mir dran, und ich habe gleich Fotos gemacht um sie hier in eine Anleitung zu gießen
Das Problem sind Gussteile am Schließzylinder, die über die Jahre verschleißen und die Funktion stören. Bei meinem neuen Zafira war das z.B. beim Abziehen des Schlüssels. Es blieb das Radio an und das Lenkradschloss wurde nicht aktiviert. Viele scheinen sich erstmal mit Fett und Grafit im Schloss zu behelfen. Dann kleben die beweglichen Teile etwas mehr aneinander, und die Fehler treten erstmal nicht mehr so häufig auf. Eine dauerhafte Lösung ist das aber nicht.
Schon vor ein paar Jahren hatte ich den Test gemacht mit dem Schließzylinder von Febi 18167 für Schlüssel der alten Ausführung mit außenliegenden Bart - das ist recht günstig zu bekommen. Aktuell bei eBay für unter 17€ inkl. Versand. Es steht meist dabei "für Fahrzeuge ohne Wegfahrsperre, für Fahrzeuge ohne verstellbare Lenksäule" - beides hat das GCab und der Zafira, beides funktioniert nach dem Einbau auch weiterhin. Der Hinweis auf die Wegfahrsperre wird sich vermutlich darauf beziehen, das man die mitgelieferten Schlüssel verwendet. Die haben natürlich keinen Transponder für die WFS. Aber wer will schon mehrere Schlüssel für ein Auto haben (für FFB und Tür den alten Schlüssel, und den neuen Febi Schlüssel für das Zündschloss)? Ich will dieses Febi Schloss so umbauen, dass der org. Opel Schlüssel weiter genutzt werden kann. Dazu muss die "Schlüsselkodierung" übernommen werden. Das beschreibe ich hier - die Arbeit ist in 30min und mit etwas Vorsicht gut zu schaffen. Vielleicht hilft die Anleitung den einen oder anderen...
Hier das Schloss Set von Febi Dieses Gussteil leider über die Jahre an Abnutzung, was zu Störungen führt Um das Schloss zu zerlegen, muss das Innenleben aus dem Gehäuse gezogen werden. Dazu muss mit eingesteckten Schlüssel das Schloss über die Verriegelung gedreht werden. Der Bolzen Stift blockiert an der gezeigten Stelle, das Weiterdrehen. Hier drücke ich mit meinem Fingernagel den Bolzen ein (ist recht leicht mit einer Feder vorgespannt). Dabei den Schlüssel weiter drehen, bis der Bolzen das Hindernis überwunden hat. Natürlich dabei den Bolzen gedrückt halten und außerhalb der Führung vorsichtig entspannen - die Feder könnte sonst den Bolzen "rausschleudern"... So hat der Bolzen das Hindernis überwunden Nun einfach den Bolzen rausnehmen und zur Seite legen. Nach Geschmack kann auf die Feder herausgenommen werden. Bei mir ist die Feder bisher nicht rausgefallen Nun kann das Schloss Innenleben herausgezogen werden, und man sieht schon die Kodierplättchen. Dabei auf die Nase achten. Dessen Feder wird beim Herausziehen entspannt, und es könnte herunterfallen... Nun den Schlüssel abziehen. Dabei über den Kodierplättchen die Finger halten. Die Plättchen haben jeweils eine Feder. Würde man mit Schmackes den Schlüssel ziehen, würden die Plättchen rausgeschleudert. Dann wird es ein kleines Puzzle Spiel, die richtigen Plättchen an der richtigen Stelle wiederzufinden. Aber alles machbar. Habe diesen Schlüssel in Einzelteilen auch erst nur in eine Box geworfen. Das Suchen und Testen der richtigen Plättchenposition hat auch nur 30min gedauert. Aber soweit muss es ja nicht kommen. Wichtig ist, das Schloss in abgebilderter Lage zu halten. Waagerecht rutschen die Plättchen nicht raus Nun zieht man am besten alle Plättchen heraus, und legt sie in der richtigen Reihenfolge Hier mal ein Bild, wie die Plättchen von den Federn gehalten werden. Normal sollte man die Federn nicht rausnehmen. Aber das Einsetzen ist einfach Hier setze ich die Kodierplättchen wieder ein - beim Schlosswechsel kommen die Kodierplättchen vom alten defekten Schloss an die gleiche Stelle im neuen Schloss. Damit passt der alte Schlüssel im neuen Schloss. Entweder Seite für Seite, ober vom Schlosseingang beidseitig. Bei letzteren kann man die Plättchen nach dem Einsetzen sichern, in dem man Stück für Stück den Schlüssel bis zum eingesetzten Plättchen vorschiebt
