gelöstes Problem mit dem "unverwüstlichen" 8-Ventilmotor

Wenn ihr Probleme mit eurem Astra F Cabrio habt, dann hier rein
Antworten
Günter
Junior Member
Beiträge: 8
Registriert: So 19. Dez 2010, 13:14

gelöstes Problem mit dem "unverwüstlichen" 8-Ventilmotor

Beitrag von Günter » Fr 1. Sep 2017, 11:12

Hallo miteinander,
vo reinigen Wochen hatte ich das Problem, daß bei meinem 1,6i mit dem angeblich unverwüstlichen 8-Ventilmotor er abregelte, die Motorfehlerlampe brannte und er nur noch im Notlauf mäßig lief. Zuerst las ich mich im Internet ein bißchen ein und blinkte den Fehlerspeicher aus. Das funktioniert wirklich prima. Es war der Fehler 18 (Klopfsteuerung) abgelegt. Der Klopfsensor ist hinten in der Nähe des Anlasser. Also suchte ich einen neuen Klopfsensor. Alle gefundenen haben eine andere Bauform. Bei meinem Motor ist der Sensor 6238349 verbaut, lieferbar ist (innerhalb Deutschland) nur der 6238370. Irgendwann fand ich im Internet einen Beitrag, daß der Fehler 18 nicht der Klopfsensor ist (das wäre der Fehler 16), sondern daß es verschiedene andere Fehler bis zu Unterdruck im Tank sind. Alle aufgeführten Möglichkeiten prüfte ich, sie waren es nicht. Nachdem mir vor einiger Zeit ein Steuergerät günstig über den Weg lief, tauschte ich sogar dieses. Der Fehler blieb.
Ich war schon kurz davor, hier im Forum einen Hilferuf zu starten. Dann gab mir ein Bekannter den Tip, ich solle doch die Steuerzeiten (Zahnriemen) prüfen. Da dachte ich wieder daran, daß ich ganz am Anfang etwas las vom einem verrutschten Kurbelwellenzahnriemenzahnrad, das ich als Unfug nicht weiter beachtete. Also baute ich alles ab, daß ich den Zahnriemen richtig sah. Man glaubt es kaum, das Zahnrad auf der Kurbelwelle war um ca. einen Zahn verrutscht, weil sich der eingegossene Vierkant abarbeitete. Also das Zahnrad besorgt und alles wieder zusammengebaut. Nachdem auf der Kurbelwelle auch ein Materialabtrag war, füllte ich den restlichen minimalen Spalt mit Zweikomponentenflüssigmetall. Seitdem läuft er wieder richtig.
Auf dem beigefügten Bild ist der innere helle Ring die Kurbelwelle. Gegenüber von dem Pfeil sieht man, wie das Zahnrad gewandert war.

Z277cab
Member
Beiträge: 70
Registriert: So 13. Aug 2017, 16:58
Wohnort: Brilon

Beitrag von Z277cab » Fr 1. Sep 2017, 13:23

Wow, das hätte ich wirklich nicht vermutet. Ich hatte den 1,6er in Vectra Kadett Astra und hatte noch nie so einen Defekt.
Sehr gut beschrieben.

16vfan
Posting Freak
Beiträge: 1318
Registriert: Di 2. Mär 2010, 22:40

Beitrag von 16vfan » Fr 1. Sep 2017, 21:46

Seltenes Schadensbild

man kennt nen abgescherten Keil an Kurbelwellenzahnrad bei den XE/LET Motoren....

Benutzeravatar
Osirus
Posting Freak
Beiträge: 7167
Registriert: So 23. Jan 2005, 17:47
Wohnort: im Herzen des Elbe-Weser-Dreiecks
Kontaktdaten:

RE: gelöstes Problem mit dem "unverwüstlichen" 8-Ventilmotor

Beitrag von Osirus » Fr 1. Sep 2017, 22:15

Original von Günter
Nachdem auf der Kurbelwelle auch ein Materialabtrag war, füllte ich den restlichen minimalen Spalt mit Zweikomponentenflüssigmetall.
Ich bin ehrlich gespannt, wie lang das hält!
Ansich ist das nur 2K Epoxy, von der Festigkeit kein Vergleich zu dem Stahl der Welle.
„Dem Ingeniör ist nix zu schwör!“

Günter
Junior Member
Beiträge: 8
Registriert: So 19. Dez 2010, 13:14

RE: gelöstes Problem mit dem "unverwüstlichen" 8-Ventilmotor

Beitrag von Günter » Sa 2. Sep 2017, 07:06

Original von Osirus

Ich bin ehrlich gespannt, wie lang das hält!
Ansich ist das nur 2K Epoxy, von der Festigkeit kein Vergleich zu dem Stahl der Welle.
Ich bin genauso gespannt. Auf jeden Fall weiß ich dann, wo der Fehler wahrscheinlich liegt, wenn er wieder auftaucht. Das war im ersten Moment eine eingefallene Lösung.
In der Zwischenzeit kam mir die Idee, einen Schweißpunkt zu setzen.

U2-Didi
Member
Beiträge: 70
Registriert: Fr 26. Mär 2010, 14:02
Wohnort: Mechernich

Beitrag von U2-Didi » Sa 2. Sep 2017, 13:27

Mal ne andere Frage (gehört zwar nicht hierher, aber fiel gerade auf): bist du dir sicher, das deine TS 250 von 1968 ist? Die wurden doch erst 1973 gebaut.

Günter
Junior Member
Beiträge: 8
Registriert: So 19. Dez 2010, 13:14

Beitrag von Günter » Sa 2. Sep 2017, 19:17

Original von U2-Didi
Mal ne andere Frage (gehört zwar nicht hierher, aber fiel gerade auf): bist du dir sicher, das deine TS 250 von 1968 ist? Die wurden doch erst 1973 gebaut.
Hallo Didi,
dann schweifen wir doch mal vom Thema ab (ich hoffe, die Moderatoren werden es dulden).
Die MZ kaufte ich vor ca. 20 Jahren hier im Westen schon mit einer westdeutschen (ganzdeutschen) Zulassung. Die originalen DDR-Papiere waren schon vernichtet.
Es ist sogar eine 250/1, also mit dem seitenwagentauglichen Rahmen und dem 5-Gang-Getriebe.
Das fiel mir auch nach kurzer Zeit schon auf. Die Fahrgestellnummer ist 8 ... ... ! Nach einigem Nachforschen fand ich irgendwann heraus, daß die 8-er Nummer Austauschrahmen sind, also bleibt es weniger nachvollziehbar.
Nachdem die MZ eindeutig eine Militärmaschine (die ostolive Farbe war sehr dick aufgetragen, und von meinem Vorbesitzer rot überpinselt) war, tippe ich auf ein Vorserienmodell, bzw. alles andere mögliche.
Ich habe sie damals komplett entlackt und RAL-grün lackiert. Man sieht ihr jetzt ihre ganze Geschichte nicht mehr an.
Ich hoffe, deine Frage wurde zur Genüge beantwortet. Ach ja, als Erstzulassung wurde der 01.07.1968 eingetragen.

Antworten

Zurück zu „[Astra F] Probleme“