[Astra G] Hinterachse Bremsbelag und Bremsscheibe wechseln

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schwarz³
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[Astra G] Hinterachse Bremsbelag und Bremsscheibe wechseln

Beitrag von schwarz³ » So 11. Jun 2017, 19:25

Hier als Anregung(*) meine Vorgehensweise beim Wechsel der Scheiben und Bremsbeläge an der Hinterachse meines Astra G 1.8 16V mit Lucas Bremssätteln:

• Radschrauben lockern und das Fahrzeug aufbocken, dann die Räder abnehmen. Nun die Senkkopfschraube herausschrauben. Das geht einfacher, wenn die Handbremse angezogen ist. Diese nach dem herausschrauben wieder lösen.

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• Nun die Verschraubungen des Sattels oben und unten lockern (Maulschlüssel SW 17 und Nuss oder Ring- oder Maulschlüssel SW 13).

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• Den Bremssattel- und Bremsbelagträger mit einer Torx-Nuss oben und unten lösen. Alternative Pfuscherlösung: Eine normale SW 14 Nuss passt sehr stramm auch auf die Torx-Schraubenköpfe. Aber Vorsicht, das geht nur wenn sich die Schrauben gut lösen lassen! Bei stark festgerosteten Schrauben kann man sowohl die Nuss, als auch die Schraubenköpfe zerstören! Auch wenn es meist gut klappt ist und bleibt das Pfusch!

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• Nun kann man erst den Sattel abschrauben, dann die Bremsbeläge entnehmen und zuletzt den Bremssattel- und Bremsbelagträger oben abschrauben. Der lässt sich nun nach unten klappen, was ausreichend ist, um die ggf. mit einem Hammerschlag gelockerte Bremsscheibe abzunehmen. Zuletzt alles mit einer Drahtbürste säubern.

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• Zuerst kommt die neue Scheibe drauf, dann wird der Bremssattel- und Bremsbelagträger festgeschraubt. Die Schrauben werden mit Schraubensicherung gesichert. Nun wird der Kolben des Bremssattels zurück gedrückt. Dabei ist wichtig, dass der nicht einfach eingedrückt werden soll, weil er verkanten und Schaden nehmen könnten. Die Bremskolben werden drehend zurück gedrückt. Es gibt sehr billige Werkzeuge für diesen Zweck, die den Kolben beim Drücken drehen. Das geht recht einfach und ist auf jeden Falle sinnvoller als den Kolben evtl. zu zerstören.

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• Nun kommen die neuen Bremsbeläge in den Träger und dann wird der Bremssattel angeschraubt. Zuletzt kommt das Rad drauf, das Auto wird abgebockt und die Bremsbeläge werden durch mehrfaches Betätigen des Bremspedals an die Scheibe gedrückt. Zuletzt kommt eine Probefahrt. Fertig.

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Gruß Michael

(*) Anregung weil ich hier als Laie meine Vorgehensweise schildere. Die kann durchaus verkehrt sein - jeder der an seiner Bremse schraubt ist dafür alleine verantwortlich!

Khfritzrheine
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Beitrag von Khfritzrheine » So 30. Jul 2017, 11:25

HALLO
Schöne Anleitung, welche Scheiben hast Du verwendet ?

mistery
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Beitrag von mistery » So 30. Jul 2017, 11:39

Sorry, dass ich da mal gleich mit Kritik komme aber das ist für mich keine ordentliche Arbeit.
Die Radnabe muss blank sein und mit blank meine ich blank. Bisschen mit der Handdrahtbürste drüberzustreicheln reicht für ein erstklassiges Ergebnis eben nicht aus! #Zumal da wo auf deinem Bild die Drahbürste ist, kann man sich eigentlich sparen. Der Bereich ist nicht funktionsrelevant. Außer da blättert schon alles grob ab. Gleiches gilt für die Führungen der Beläge. Die müssen unterhalb der Edelstahl-Fürhungsplättchen ordentlich entrostet und mit Keramikaste bestrichen werden. Außerdem sind bei hochwertigen Belägen (ATE, TRW, etc.) neue Edelstahlplättchen mit bei. Falls nicht sind diese auch penibel zu reinigen.

Sorry, aber deine Vorgehensweise ist NICHT zur Nachahmung empfohlen. Auseinanderschrauben und wieder zusammen kann nahezu jeder. Es kommt drauf an es ordentlich und fachgerecht zu machen!

Scheiben sehen auch nicht nach Qualitätsware aus, aber das mus jeder selbst entscheiden.

schwarz³
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Beitrag von schwarz³ » So 30. Jul 2017, 17:17

Die Bürste habe ich dort hingeklemmt, weil ich sie ohne Hand im Bild haben wollte.

Die beweglichen Teile/Flächen sollten so sauber sein, dass sie sich leicht bewegen. Mehr aber bitte NICHT! Was Du schreibst ist nicht fachgerecht. Du würdest unnötig viel Material abtragen, was zu Vibrationen beim Bremsen führen kann.

Keramikpaste muß auch nicht sein, da gibt es durchaus Alternativen. Früher war Kupferpaste gängig, heute gibt es auch Produkte wie Ate Plastilube, die kein Metall enthalten.

Man hat richtig gearbeitet wenn die Bremsen leise arbeiten. Quietschen ist ein Hinweis auf mangelnde Reinigung und Schmierung.

Die Ersatzteile sind übrigens Markenprodukte von Valeo, einem der großen Zulieferer der Automobilindustrie.


Gruß Michael

mistery
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Beitrag von mistery » So 30. Jul 2017, 23:29

Du willst mir sagen was nicht fachgerecht ist bei deiner gezeigten Arbeit? Ich lach mich tot! Stolz wie Bolle weil er hinten die Bremse getauscht hat... Wahnsinn.
Noch mal zum lesen und verstehen. Die Nabe und die Führungen müssen blank sein! So und nicht anders.
Keramik ist übrigens kein Metall. Sowas nennt man dann Eigentor ;-)

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zetfas1000
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Beitrag von zetfas1000 » Mo 31. Jul 2017, 14:21

Tja, wenn man hier so die Art und Weise der Kommentare verfolgt, ist es wohl am besten, nichts einzustellen. Schade eigentlich... :no2:

schwarz³
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Beitrag von schwarz³ » Mo 31. Jul 2017, 17:34

Ich mag mich täuschen, aber mir scheint der mistery einer der modernen Teiletauscher zu sein, der mit einem Kraftfahrzeugmechaniker alter Schuule nichts mehr gemein hat. Mit seinen Sprüchen beweist mitsery, dass er die Zusammenhänge nicht kennt oder zumindest nicht begriffen hat.

Aber damit kann ich leben, das ärgert mich nicht.


Gruß Michael

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zetfas1000
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Beitrag von zetfas1000 » Mo 31. Jul 2017, 20:18

Original von schwarz³


Aber damit kann ich leben, das ärgert mich nicht.


Gruß Michael
Das macht Dich immerhin zu einem zufriedenen und ausgeglichenen Menschen... :D

Gruß, Steffen

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Osirus
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Beitrag von Osirus » Mo 31. Jul 2017, 20:34

Original von mistery
Die Radnabe muss blank sein und mit blank meine ich blank. Bisschen mit der Handdrahtbürste drüberzustreicheln reicht für ein erstklassiges Ergebnis eben nicht aus!
Wie sollte das gelingen, ohne die Naben abzudrehen oder neu zu kaufen? :nixweiss:
„Dem Ingeniör ist nix zu schwör!“

mistery
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Beitrag von mistery » Mo 31. Jul 2017, 21:41

Original von Osirus
Original von mistery
Die Radnabe muss blank sein und mit blank meine ich blank. Bisschen mit der Handdrahtbürste drüberzustreicheln reicht für ein erstklassiges Ergebnis eben nicht aus!
Wie sollte das gelingen, ohne die Naben abzudrehen oder neu zu kaufen? :nixweiss:
Mit einem Drahtbürstenaufsatz oder einem Negerkeks ;-)

Ach Leute, tauscht doch die Bremsen wie ihr wollt. Mir solls egal sein. Wenn in dieser Sache Zweifel an meiner Sichtweise und meiner Kompetenz bezgl. KFZ-Technik gehegt werden, da habe ich ein Lächeln für über. Das ist deutlich weniger arrogant gemeint als es sich vermutlich liest. Bisschen Leid tuts mir für die Leute, die das nachmachen. Mein Tipp: da hier ja nun scheinbar widersprüchliche Meinungen zu dem Thema existieren, einfach mal die Thematik googlen ;-)

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