Feelfree's 2,2l turbo - ist verkauft

Hier könnt ihr euer G Cabrio mit Bildern und Daten vorstellen
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Osirus
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Beitrag von Osirus » Fr 12. Mai 2017, 18:54

Also wurde im Motor garnichts gemacht?
„Dem Ingeniör ist nix zu schwör!“

Der Sash!
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Beitrag von Der Sash! » Sa 13. Mai 2017, 08:49

An sich sehr beeindruckend. Dass du sowas nicht nochmal machst ist verständlich.
Aber ist super geworden.

Viel Spaß mit dem Dicken.

Gruß, Sascha

mistery
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Beitrag von mistery » Sa 13. Mai 2017, 13:08

Wurde denn der Kettensatz neu gemacht damal oder neu aufgelegt?! Glaube das wird nicht ganz klar.

FeelFree
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Motor

Beitrag von FeelFree » Sa 20. Mai 2017, 20:52

@Osirus:

Bitte nicht steinigen :peitsch: ... nein, an dem Motor selber wurde außer den oben genannten Anbauteilen bisher nichts gemacht ... der Motor läuft nach wie vor seidenweich und es ist kein klappern, klopfen, schleifen, oder ähnliches zu hören. Außer regelmäßig (alle 2 Jahre) Castrol 10W60 und Aral Ultimate 100 (interessanter Beitag von JP: JP bei ARAL 1 und JP bei ARAL 2) hat der Motor bisher keine Verstärkungen oder ähnliches bekommen... ich habe den Wagen 2008 mit 65.000km gekauft und habe jetzt 97.000km runter. Davon entfallen auf den Umbau knapp 23.000km. Bis auf die hier im Thread angesprochenen Schwierigkeiten (Krümmer, Turbo, Steuergerät, Kette) ist bisher nichts gewesen. Mir wurde die ganze Sache mal so erklärt... (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) ... der Motor ist ein Gussblock, mit eingesetzten/eingepressten Stahl?-Hülsen für die Ventile, was dazu führt, dass der Motor die Leistungssteigerung ohne Probleme verdauen kann...

Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich den Wagen nicht auf der Autobahn ans Limit scheuche und dann dauerhaft auf dem Gas stehe... sicherlich auch ein Grund, warum die Geschichte hält... selbst die 4 Runden auf der Nordschleife sind ohne Probleme gewesen. Keine Übertemperatur, kein Öl- und kein Wasserverlust. Ansonsten das Öl immer schön warm fahren und dann Spaß haben, und danach den Turbo wieder "kalt" fahren...

@mistery:
Die Kette sowie der Spanner wurden damals geprüft, und die Kette wieder neu aufgezogen, alles soweit in Ordnung. Keine Schäden oder Längung ... grundsätzlich müsste hier irgendwann bestimmt mal etwas gemacht werden. Allerdings bin ich an der Stelle raus, da mir die Möglichkeiten fehlen.

Das ist auch der Grund warum ich nach wie vor am überlegen bin, den Wagen schweren Herzens abzugeben.

Jetzt bin ich erst mal auf der Suche nach einer neuen Frontstossstange und der Klimakühler muss auch neu... da fallen mir schon die Teile entgegen... :rolleyes:

So Long... viele Grüße Feelfree

mistery
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RE: Motor

Beitrag von mistery » So 21. Mai 2017, 07:21

Also dein (und vor allem desjenigen der dir das gemacht hat) Umgang mit dem Thema Kette ist Marke "Kamikaze". Ich muss es so deutlch sagen. Mittlerweile weit du ja, dass du nicht mit der neuesten Version rumfährst und ahnst, dass was gemacht werden müsste.
Aber ich mach dir mal (zu Recht) etwas Angst. Denn eine bereits übergesprungene Kette weiterzufahren ist absolut verantwortungslos.
1. Die Kette ist übergesprungen, weil der Spanner geklemmt hat, ist auch gar nicht anders möglich. Ein Spanner - von dem du ja darüber hinaus auch schon weißt dass er anfällig ist - der schon mal geklemmt hat, wird es wieder tun. Womöglich hast du beim zweiten mal nicht so viel Glück
2. Derjenige, der das gemacht hat, da leg ich mich gefühlsmäßig fest, den Spanner nicht "zurückgesetzt" haben. Der hat nämlich eine innere Rastung als Rückfallebene bei Betriebszustände wo kein Öldruck anliegt und zum Ausgleich der Kettenlängung. Nach dem Ausbau fährt der automatisch in die höchste Stellung. Ist es so gewesen dann drückt er jetzt mit maximaler starrer Kraft auf die Kette. Deren Spannung ist zu hoch -> hoher Verschleiß und Riss sind möglich. Überspringen wie in Punkt 1. ist dann aber eher unwahrscheinlich.
Zusammegefasst, wurde der Spanner wie vorgeschrieben zurückgestellt -> schlecht, wurde er es nicht -> auch schlecht.
3. Die Kette bei dem Motor ist eine sog. Rollenkette. Wenn diese Kette über die Zähne der Zahnräder überspringt, dann brechen gerne an einigen Rollen die Rollen und deren Bruchstücke fallen in den Motor. Gut möglich, dass an einigen deiner Kettenglieder nur noch die Hülsen da sind. Erkennt man nur wenn man es weiß. Habe da Bilder und Beispiele aus der Praxis. Ist kein Theorie-Gesülze. Um das mal zu veranschaulichen was gemeint ist hier mal ein Bild wie der Aufbau ist: http://www.kettentechnik-roeder.de/imag ... nkette.gif

Ich fasse mal zusammen. Ich würde dir dringend raten das Kettenkit lieber gestern als heute auszutauschen. Deine Zeitbombe Motor tickt gewaltig.
Der Tausch ist übrigens super easy. Nichts wovor man sich fürchten müsste und erst Recht nichts, weshalb man ein Auto verkaufen müsste. Erst recht nicht, wenn man so viel gemacht und umgebaut hat wie du. Wäre wirklich sehr sehr schade um das Auto bzw. dessen Motor.

Noch zum Aufbau des Motors. Der Motorblock ist aus Aluminium. Natürlich ist der Block gegussen. Man spricht aber trotzdem nicht von "Guss". Denn Guss ist umgangssprachlich die Bezeichnung für Grauguss, also "Eisen" sprich genau das andere im Motorenbau eingesetzte Matarial zur Fertigung von Motorblöcken.
Der Motor ist nun also aus Alu, die Zylinderlaufbuchsen sind aber aus Grauguss und eingepresst in das Alu. Das ist nicht unüblich und nicht der Grund weshalb der Motor eigentlich als stabil und robust gilt. Der Grund dfür ist die sog. Bedplate Konstruktion, sprich die Kurbelwelle ist anders als bei den älteren und allen Opel Motoren zuvor viel stabiler gelagert. Die Konstruktion stammt tatsächlich ursprünglich aus der Formel 1. Als der Z22SE bei Opel debütierte, war er der erste Opel Motor mit der Konstruktion und sowas wurde damals nur von Premiumherstellern (wenn überhaupt) im Serienmotorenbau produziert. Wenn dich das interessiert, google mal danach.
Hier mal kurz eine Kurbelgehäuse mit Lagerböcken für die Kurbelwelle https://www.google.de/imgres?imgurl=htt ... mrc&uact=8

Und so sieht es mit bedplate aus: http://www.7-forum.com/news/news2004/m5/p0015129-b.jpg

Das ist zwar gut, aber bei so einem Turboumbau wie bei dir ist das nice to have aber der Motor ist immer nur so "stabil" wie sein schwächstes Bauteil. In dem Fall sollten das vermutlich Kolben und Pleuel sein. Beachten muss man bei Aufladung auch immer, dass die Verdichtung nicht zu hoch ist. 260PS, so liest man gelegentlich, sollten mit Serienkomponenten aber gerade noch drin sein. So hab ichs zumindest in Erinnerung.

FeelFree
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Beitrag von FeelFree » So 21. Mai 2017, 21:47

Hallo mistery,

ich danke Dir für Deine offenen Worte... Du hast ja recht und mein schlechtes Gewissen plagt mich... Steuerkettensatz habe ich gerade bei meinem Lieferanten angefragt, Klimakühler auch... der ist durch mit dem Thema, da fallen mir schon die Teile entgegen.
Auch wenn Du sagst, das es einfach ist, würde ich mich da nicht mal eben herantrauen, es fehlt momentan das "Dach" über dem Kopf und in der Tiefgarage schrauben ist auch nicht so das Wahre... das Problem ist einfach, das ich immer auf jemanden angewiesen bin, wenn es ins Eingemachte geht :traurig: . Das wäre halt momentan der FOH. Meine Quelle in der freien Werkstatt versiegt langsam und da will ich deshalb auch nicht nerven. Der Kollege hat schon reichlich für mich getan.

Sicherlich wären verstärkte Pleuel und was auch immer da noch alles möglich ist dem Motor absolut zuträglich, das liegt jedoch weit außerhalb meiner Möglichkeiten :nixweiss: . Ich hätte zwar schon Lust, den Motor auseinander zu nehmen, aber bestimmt nicht alleine... und zeitlich ist auch so eine Sache.

Naja, werde jetzt die kleine Baustellen noch erledigen (Klima, Kette und evtl. Frontstossstange) und dann gucke ich mal weiter...

Herzlichen Dank auch noch einmal für Deine ausführlichen Hintergrundinformationen zum Z22SE-Motor. :thumb:

Viele Grüße Feelfree

mistery
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Beitrag von mistery » Mo 22. Mai 2017, 06:53

Beim Kettenkit kann ich dir nur dringend zu org. Opel raten.

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Osirus
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Beitrag von Osirus » Mo 22. Mai 2017, 18:22

Du bist doch Industriemeister-Elektrotechnik?
Selbst ein schlechter Elektriker gibt noch einen guten Schlosser! 8)
Nur Mut! :)
„Dem Ingeniör ist nix zu schwör!“

FeelFree
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Beitrag von FeelFree » Di 23. Mai 2017, 20:36

Original von Osirus
Also wurde im Motor garnichts gemacht?
Hi, ich muss gestehen, dass ich etwas vergessen habe :kopfkratz: Die Verdichtung bei dem Motor wurde mit einer Zwischenplatte reduziert.

Also... am Motor wurde doch was gemacht... :thumb:

Tja, nicht nur dass ich Industriemeister-Elektro bin... ich versuche seit ein paar Wochen auch meinen techn. Betriebswirt zu machen :lupe: und drück nun wieder die Schulbank :leseratte: ... Freitagabend und Samstags den ganzen Tag ... :rolleyes2:

Gerrit79
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Beitrag von Gerrit79 » Mi 24. Mai 2017, 16:52

Original von FeelFree
Tja, nicht nur dass ich Industriemeister-Elektro bin... ich versuche seit ein paar Wochen auch meinen techn. Betriebswirt zu machen :lupe: und drück nun wieder die Schulbank :leseratte: ... Freitagabend und Samstags den ganzen Tag ... :rolleyes2:
Die Unterlagen für diese Fortbildung habe ich zuhause liegen. Würde ich aber über Fernstudium machen, wie den Techniker auch schon. Ich habe mal bei mir in der Firma gefragt (Industrie, weltweit mehr als 30000 Mitarbeiter). Der Bedarf ist praktisch bei null, ich hoffe mal, dass du schon den Job dafür in Aussicht hast.

Gruß, Gerrit

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